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Sonntag, 10 Januar 2016 16:21

Respekt und Toleranz sind für alle da

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Toleranz und Respekt, sie werden oft wie selbstverständlich eingefordert. Dabei scheint es, dass zunehmend mehr Menschen mit zweierlei Maß messen. Zwar erwarten sie diese beiden Eigenschaften von anderen, sie selbst richten sich jedoch nicht danach. Wie sonst kann es sein, dass es Menschen, die anders sind, in unserer Gesellschaft so schwer haben?

Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob die Menschen körperlich oder geistig behindert bzw. eingeschränkt sind, ob es sich um Menschen handelt, die ein Freigeist sind und einfach anders denken, oder ob es Menschen sind, die aus uns unbekannten Kulturkreisen stammen. Im Internet, ob bei Facebook oder anderen Plattformen, finden sich haufenweise Beispiele dafür, wie groß die Verachtung sein kann, die wir völlig unbekannten Menschen entgegenschleudern. Schlimm finde ich, dass diese Menschen tatsächlich auch noch stolz ob ihres menschenverachtenden Verhaltens sind.

Wie kann es sein, dass wir Menschen, die aus welchem Grund auch immer nicht in unser Weltbild hineinpassen, weniger Rechte auf ein menschenwürdiges Leben zubilligen als uns selbst?

Das drastischste Beispiel sind derzeit die Flüchtlinge, wo die Forderung immer lauter wird, die Grenzen dicht zu machen und die Flüchtlinge ohne Ansehen wieder zurückzuschicken, wo sie hergekommen sind. Dass diese Forderung irgendwann dazu führen würde, dass der letzte in der Kette des Zurückschickens diese Menschen einfach ins Meer schubsen müsste, wird dabei offenbar billigend in Kauf genommen. Nach dem Motto: Na und, ich bin es ja nicht, der im Meer landet!

Toleranz und Respekt - doch ein seltenes Gut?

  • Ist unsere Angst vor dem Anders Sein so groß, dass wir weder die nötige Toleranz noch den Respekt aufbringen können, das Gegenüber menschenwürdig zu behandeln, ja, dass uns die Achtung vor dem Leben des Anderen fehlt?
  • Sind wir so egoistisch geworden, dass wir unser eigenes Wohlergehen über das grenzenlose Leid anderer Menschen stellen?
  • Haben wir so wenig Mitgefühl für die Menschen, die in ihrem Land Angst um ihr Leben haben müssen, weil sie nicht das Glück hatten, in einem Land wie Deutschland geboren zu werden?

Ja, auch ich bin der Meinung, dass die Menschen, die unsere Werte nicht anerkennen und unsere Sicherheit bedrohen, bestraft werden müssen. Dass Flüchtlinge, die unsere Lebensart nicht respektieren und unser Rechtssystem mit Füßen treten, ausgewiesen und abgeschoben werden müssen. Aber alle einfach über einen Kamm zu scheren und die-nach-mir-die-Sintflut-Einstellung trägt weder dazu bei, die Flüchtlingskrise zu lösen noch erhöht sie das friedliche Zusammenleben im Land.

Andersartigkeit betrifft uns alle

Wir alle könnten in unserem Leben irgendwann in die Situation kommen, dass wir auf die Toleranz und den Respekt der Anderen angewiesen sind. Ob als Behinderter, als Ausländer in einem fremden Land oder aus sonst einem Grund, der uns als "anders" erscheinen lässt. Wäre es da nicht schön, würden wir auf ein Gegenüber treffen, das uns trotz unserer Andersartigkeit willkommen heißt?

Respekt und Toleranz machen das Leben bunter

Wenn wir aufhören würden zu bewerten, wenn wir lernen würden, dankbar zu sein für das, was wir haben, statt uns ständig darüber zu beschweren, was uns fehlt, wenn wir das Leben als solches wertschätzen würden, dann würden wir erkennen, dass unser Leben bunter wird. Und dann, ja dann - so behaupte ich - wären wir glücklich.

Gelesen 1520 mal Letzte Änderung am Sonntag, 27 März 2016 17:53
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