„Der Mensch steht im
Mittelpunkt unserer Arbeit“

„Der Umgang mit Sprache
ist unsere Leidenschaft

 

Geht nicht – gibt’s nicht!"

NEIN zum Generalverdacht

gegen Flüchtlinge und Migranten


Seit langem wird bei vielen Gelegenheiten und in verschiedenstenen Zusammenhängen von Gemeinwohl gesprochen. Laut Wikipedia bezeichnet Gemeinwohl das Wohl eines Gemeinwesens und wird verstanden als Gegenbegriff zu bloßen Einzel- oder Gruppeninteressen innerhalb einer Gemeinschaft.
Auf Deutschland übertragen bedeutet dies für mich, dass wir die Verantwortung haben dafür zu sorgen, dass es allen hier lebenden Menschen gut geht, die Werte und Gesetze unserer Gemeinschaft anerkennen. Das umfasst nach meinem Verständnis auch die Migranten und Flüchtlinge, die Schutz bei uns suchen, weil ihr Leben in ihrem Land bedroht und gefährdet ist.
Viele ehrenamtliche Helferlein, die sich seit Monaten unermüdlich genau dafür einsetzen und den Geist von Gemeinwohl leben, haben an Silvester eine schallende Ohrfeige bekommen, als einige wenige menschenverachtende Kreaturen – so weit wir es wissen, waren es weitestgehend Flüchtlinge und Migranten –  die fröhliche Feierstimmung missbrauchten und Hunderte von Frauen sexuell belästigten und ausraubten. Damit haben diese „Kreaturen“ zu einem Großteil zerstört, was uns dem gelebten Gemeinwohl innerhalb von Städten und Gemeinden in den letzten Monaten näher gebracht hat.
Dass wir Wut empfinden darüber, was sich diese menschlichen Ungeheuer angemaßt haben, dass wir sie nicht in unserem Land haben wollen, gar keine Frage. Sie müssten lieber heute als morgen ausgewiesen und abgeschoben werden, weil sie durch ihr Verhalten das Recht verwirkt haben, bei uns in einem freiheitlich orientierten Land zu leben.
Bei aller verständlicher Wut, bei allen aufkommenden Emotionen, müssen wir jedoch rechtzeitig unseren Kopf wiedereinschalten, damit wir aufkeimende Angst vor Flüchtlingen und Migranten besiegen und gemeinsam mit ihnen unsere freiheitliche Lebensweise bewahren können:

  • Wir müssen uns bewusst machen, dass es sich bei diesen verabscheuungswürdigen Kreaturen, die sexuelle Übergriffe auf deutsche Frauen vornahmen, um eine ABSOLUTE MINDERHEIT handelt.
  • Wir müssen uns bewusst machen, dass die meisten der Migranten und Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen, dankbar sind, dass sie hier sein können und eine Chance erhalten, sich ein neues Leben aufzubauen
  • Es käme einer unfairen Sippenhaft gleich, würden wir in einem Rundumschlag alle Flüchtlinge und Migranten mit den Tätern von Silvester in einen Topf werfen.
  • Wir müssen aufpassen, dass Menschlichkeit statt Angst unser Verhalten steuert gegenüber den Menschen, die unsere Gesetze und Wert anerkennen.

Auch nach den ungeheuerlichen Ereignissen an Silvester gibt es für mich keinen Zweifel daran,  dass jeder schutzbedürftige Flüchtling und Migrant, der sich integriert und unsere freie Lebensart durch sein Verhalten akzeptiert, hier Teil der Gemeinschaft und berechtigt ist auf Gemeinwohl – so wie alle anderen, die das Glück hatten, in einem friedlich orientierten und demokratischen Land wie Deutschland geboren worden zu sein.
Wer sieht es genauso? Bitte meldet Euch in einer email oder auf Facebook, damit wir gemeinsam Flagge zeigen können!

15.09.2015 – Offener Brief an Facebook

Offener Brief an Facebook

Facebook, macht endlich Schluss mit der Jagd auf Menschen!

Hallo, Facebook!

Seit Monaten beobachte ich, dass irrgeleitete Chaoten Hasstiraden ohne Ende gegen die Flüchtlinge bei Euch ablassen können, ohne dass Ihr auch nur irgendetwas dagegen unternehmt!

Alle Hinweise auf diese rassistischen Postings, alle Aufforderungen an Euch, sie herauszunehmen, werden von Euch beantwortet mit den Worten, dass »es [die Beiträge] nicht gegen unsere Gemeinschaftsstandards verstößt.« Hä....??? Die Verletzung von Persönlichkeitsrechten und der Aufruf zur Gewalt verstoßen nicht gegen Eure „Gemeinschaftsstandards“??? Wie seid Ihr denn drauf?

Jetzt habt Ihr Euch gestern mit unserem Bundesjustizminister getroffen und Eure Bereitschaft zur Kooperation erklärt. Ihr habt GESAGT, dass Ihr künftig rassistische Bemerkungen schneller vom Netz nehmen werdet. Ohne genau zu definieren, was Ihr mit dem Begriff „schneller“ meint. Heiko Maas hat heute lediglich in einem Interview gesagt, dass er davon ausgeht, dass Ihr sofort damit beginnt, die zahlreichen verächtlichen Postings gegen Flüchtlinge herauszunehmen.

Natürlich könnte mich jetzt einfach freuen ob dieser Eurer Zusage und zur Tagesordnung zurückkehren. Tu ich aber nicht, weil ich Euch diesen plötzlichen Sinneswandel nicht abkaufe.... Wieso ist diese Einsicht bei Euch erst jetzt gekommen, nachdem politischer Druck ausgeübt wurde? Warum habt Ihr nicht bereits in der Vergangenheit reagiert, als Euch viele User darauf hingewiesen und Euch aufgefordert hatten, die Posts aus dem Netz zu nehmen? Ihr könnt Euch kaum darauf berufen, dass Ihr keine Ahnung von diesen Hasstiraden hattet!

Ganz ehrlich: Auch wenn Ihr Eure Zusage gegenüber Heiko Maas ernst gemeint haben solltet, was bei mir bleibt, ist der unangenehme Nachgeschmack, dass es mit Euren Werten, mit Eurer Menschlichkeit nicht allzuweit her sein kann,

  • weil Ihr erst jetzt reagiert,
  • wenn es tatsächlich so ist, dass Aufrufe zur Gewalt und die Verletzung von Persönlichkeitsrechten nicht gegen Eure „Gemeinschaftsstandards“ verstoßen,
  • weil Ihr von alleine nicht das Bedürfnis hattet, mit Nachdruck gegen die Verbreitung menschenverachtender Postings vorzugehen.

Deswegen gibt es für mich keine Frage: So wenig wie ich Menschen in meinem privaten Umfeld haben möchte, denen Menschlichkeit und Respekt offenbar nicht wichtig sind, so wenig unterstütze ich Firmen, die diese Werte nicht leben. Denn auch wenn Ihr die Hetz-Postings „nur billigend in Kauf nehmt“, Ihr seid damit keinen Deut besser als die Kleingeister, die Eure Plattform benutzen, um die Hatz gegen andere Menschen zu schüren.

Will sagen:

Wenn Ihr nicht sofort anfangt wie Ihr es Heiko Maas zugesagt habt – die Hatz-Postings aus dem Netz zu nehmen und eindeutig Stellung bezieht gegen die Rassisten und gegen all diejenigen, die anderer Menschen Persönlichkeitsrechte verletzen, möchte ich nichts mehr mit Euch zu tun haben, und ich werde mein Profil löschen.

Gabriele Seifarth

Hamburg, 15.09.2015

 

... Und ich hoffe, dass außer mir dann viele andere Menschen zu einem sozialen Netzwerk wechseln, das die Menschlichkeit nicht mit Füßen tritt.

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